NACHTFOTOGRAFIE - PLANUNG

Im Gegensatz zu Aufnahmen am Tag, braucht es in der Nachtfotografie mehr Zeit in der Vorbereitung und der Planung des Standortes. Auch sollten Sie Ihre Kameraausrüstung gut kennen und beherrschen können. Ich spreche aus eigener Erfahrung, dass mir einige Aufnahmen misslungen sind, weil ich in der Dunkelheit dann doch nicht die richtigen Einstellungen an der Kamera vornehmen konnte.

NACHTFOTOGRAFIE - ZEIT UND ORT

Gibt es den richtigen Zeitpunkt in der Nachtfotografie? Ja, es gibt sogar zwei, für mich jedenfalls. Zum einen die Zeit kurz nach dem die Sonne untergegangen bzw. kurz bevor die Sonne aufgeht. Zum anderen ist es die Zeit, bevor die Dunkelheit richtig einsetzt. Dann, wenn schon Sterne am Himmel zu sehen sind und mit bloßem Auge der Himmel auch noch leicht blau zu erkennen ist.
Unabhängig davon kann man genauso gut spektakuläre Fotos mitten in der Nacht bei absoluter Dunkelheit machen.

NACHTFOTOGRAFIE - BLAUE STUNDE

Die blaue Stunde bezeichnet den Zeitraum zwischen völliger Dunkelheit und Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang und völliger Dunkelheit. Genau genommen ist es beim Sonnenaufgang die Zeit der Dämmerung bis zu dem Zeitpunkt kurz bevor die Sonne zu sehen ist und dann umgekehrt die Zeit beim Sonnenuntergang, nachdem sie nicht mehr zu sehen ist und die Dämmerung einsetzt.

Wenn sich also in der Zeit der Dämmerung das natürliche Licht mit all den vielen künstlichen Lichtern vermischt und so starke Kontraste entstehen, ist das in meinen Augen immer eine tolle Zeit zu fotografieren.

Die Fotos erhalten eine interessante Aussagekraft, wenn am Himmel die typische Blaufärbung einsetzt, vielleicht noch ein paar rötliche Wolken zu sehen sind bis dann irgendwann von oben immer weiter die schwarze Nacht sich absenkt.

Tatsächlich ist die blaue Stunde jedoch zeitlich variabel von ca. 15 Minuten bis zu einer knappen Stunde, je nach Jahreszeit.

NACHTFOTOGRAFIE - VÖLLIGE DUNKELHEIT

Wenn dann die Nacht komplett angebrochen ist, also die Blaufärbung am Himmel verschwunden und hoffentlich viele Sterne zu sehen sind, vielleicht sogar die Mondsichel an passender Stelle sich zeigt, gibt es auch hier wirklich gute Momente um tolle Fotos entstehen zu lassen.

In der Nähe einer Großstadt, wie hier in Hamburg, hat es etwas Faszinierendes das Lichtermeer einer Großstadt aufzunehmen.

NACHTFOTOGRAFIE - LANGZEITBELICHTUNG

Bei Langzeitbelichtungen ist ein Stativ unverzichtbar. In der Stadt belichte ich bei Nacht in der Regel zwischen 2 und 10 Sekunden.

Bei Langzeitbelichtung in kann es auch schon mal deutlich länger dauern: beispielsweise 30 Sekunden, 1 Minute oder 2-3 Minuten. Je nach Wahl des Motivs.

Ich mag in meinen Bildern die Leuchtspuren, die die Lichter der Schiffe auf dem Wasser oder die Autos auf der Straße hinterlassen. Es ist eine schöne Möglichkeit mit Linien in den Fotos zu arbeiten oder sich einfach überraschen zu lassen, welche Linien die vorbeifahrenden Schiffe zeichnen.

In klaren Vollmondnächten bin ich gern draußen unterwegs. Ich finde es immer noch absolut unglaublich interessant, dass wir mit unserer Technik den Mond so gut fotografieren können. Und es ist gar nicht so schwierig. Es kommt hauptsächlich auf die richtige Belichtungszeit an.

NACHTFOTOGRAFIE KAMERA-EINSTELLUNGEN

Die heutigen DSLR Kamera bieten mir fast unbegrenzte Möglichkeiten auch in der Nacht gut fotografieren zu können.

Hier verwende ich eben ausschließlich digitale Spiegelreflexkameras mit einem Sensor im Vollformat.

Meine Nikon D810 liefert mir hier exzellente Ergebnisse. Für Nachtaufnahmen nutze ich gern mein Zoom-Objektiv 24-70 mm f 2,8 oder mein Weitwinkel-Objektiv 14-24 mm f 2,8. Bei passenden Motiven verwende ich gern auch mal eine meiner Festbrennweiten die noch mal deutlich Licht stärker sind.

An Zubehör habe ich bei meinen nächtlichen Ausflügen im Rucksack immer genügend geladene Akkus und leere Speicherkarten, ein Stativ und den Kabelauslöser.

Für den Notfall habe ich eine kleine Taschenlampe mit Rotlicht dabei. Falls ich diese dann doch mal einsetzen muss, achte ich darauf, daß mein Foto-Nachbar nicht grad fotografiert und auch sonst von meiner Lampe, eben auch durch das Rotlicht, nicht zu sehr gestört wird.

Mit meinen Kameraeinstellungen überlasse ich in der Nacht nichts dem Zufall. In fast allen Situationen fotografiere ich mit folgenden Einstellungen

RAW-Format
Rauschunterdrückung aus
Aufnahmemodus: M
Autofokus: M (nachdem ich richtig fokussiert habe)
Bildstabilisator: off
Blende je nach Motiv, oft weit geöffnet. Die meisten Objektive erreichen ihre beste Bildleistung zwischen Blende f8 und f16
Belichtungszeit möglichst lang
ISO: so niedrig wie möglich - Automatik off
Weißabgleich: Automatik off - meistens wolkig
Objektiv auf manuell stellen
Sucher verdunkeln
Spiegelvorauslösung: meistens verwende ich die Spiegelvorauslösung, um die Erschütterung der Kamera zu minimieren.

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